Fatigue und Humor – Wie Positive Psychologie neue Kraft schenken kann
tiefe körperliche, geistige und emotionale Erschöpfung
Fatigue oder auch „ME/CFS | Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue Syndrom“ ist weit mehr als „normale Müdigkeit“. Menschen mit Fatigue erleben häufig eine tiefe körperliche, geistige und emotionale Erschöpfung, die sich auch durch Schlaf oder Ruhe kaum verbessert.Besonders häufig tritt Fatigue bei chronischen Erkrankungen, Krebs, Long COVID, Multipler Sklerose, Burnout, Depressionen oder nach langen Belastungsphasen auf. Für Betroffene kann der Alltag durch das Syndrom „Fatigue“ erheblich eingeschränkt sein.

Bild: geistige Erschöfpung auf Basis von Fatigue * unsplash Vitaly Gariev
Die Rolle von Humor und Positive Psychologie beim Fatigue
Neben medizinischen und therapeutischen Maßnahmen gewinnen bei der Therapie gegen Fatigue zunehmend auch die psychologischen Bereiche des Humors Humor und die Erkenntnisse der Positiven Psychologie an Bedeutung. Diese psychologischen Aspekte können zwar keine Wunderheilung bewirken, aber sie helfen vielen Menschen dabei, besser mit Erschöpfung umzugehen, ihre Lebensqualität zu verbessern und neue emotionale Kraftquellen zu entdecken.
Was ist eigentlich „Fatigue“?
Der Begriff „Fatigue“ stammt aus dem Französischen und bedeutet „Erschöpfung“ oder „Mattigkeit“. Medizinisch beschreibt Fatigue einen Zustand anhaltender Müdigkeit und Energielosigkeit, der oft unverhältnismäßig stark ausgeprägt ist.
Typische Symptome von Fatigue sind:
- starke körperliche Erschöpfung
- Konzentrationsprobleme
- Gedächtnisschwäche
- fehlende Motivation
- emotionale Gereiztheit
- Schlafstörungen
- reduzierte Belastbarkeit
- soziale Rückzugstendenzen
- Gefühl innerer Leere
Wichtig für die Charakterisierung von Fatigue ist, dass die Symptome lang andauernd sind und im Einzelnen oft wiederkehren. Aktuell gibt es (noch) keine genaue medizinische Beschreibung via ICD 10 oder ICD 11. Die wichtigsten Diagnoseschlüssel sind:
- R53.- (Malaise und Fatigue): Allgemeine, unspezifische Erschöpfungszustände. Darunter fällt auch die chronische Fatigue mit oder ohne Belastungsintoleranz (PEM).
- G93.3 (Chronisches Fatigue-Syndrom / CFS): Neurologische Erkrankung (oft postinfektiös), wie z.B. ME/CFS | Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue Syndrom.
- F43 / F48 (Psychische Belastungen/Syndrome): Beispielsweise bei Erschöpfungsdepressionen, Burnout oder Neurasthenie.
- Begleiterkrankungen: Bei Fatigue infolge von schweren Erkrankungen (wie Krebs oder Long-COVID) wird häufig die jeweilige Grunderkrankung codiert. [1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10]
Ausführliche Informationen zu den genauen Untercodes finden Sie im ICD-Code Verzeichnis oder auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS.

Bild: Fatigue ist eine ernsthafte Erkrankung - bitte nicht zu lange warten mit einer Therapie * unsplash Anne Nygård
Häufige Symptome bei Fatigue
- Bleierne Müdigkeit: Ein Zustand völliger Erschöpfung, der den Alltag massiv einschränkt.
- Post-Exertional Malaise (PEM): Eine massive, oft verzögerte Verschlechterung der Beschwerden bereits nach geringster geistiger oder körperlicher Anstrengung.
- Kognitive Störungen: Konzentrationsprobleme, "Brain Fog" (Gehirnnebel) und Gedächtnisprobleme.
- Weitere Beschwerden: Häufig Schlafstörungen, Muskelschmerzen oder Schwindel beim Aufstehen. [1, 2, 3, 4, 5]
Diagnose zu Fatigue
Da es keinen spezifischen Bluttest oder bildgebenden Biomarker gibt, ist die Diagnose meist eine Ausschlussdiagnose. Es werden zunächst andere körperliche und psychische Ursachen (wie z. B. Schilddrüsenunterfunktion, Depression oder Blutarmut) ausgeschlossen. Halten die Beschwerden länger als sechs Monate an, sollte ein Arzt aufgesucht werden. [1, 2, 3, 4]
Behandlungsansätze zu Fatigue
Eine pauschale Heilung von Fatigue gibt es bisher nicht, aber die Linderung der Symptome steht im Fokus der Behandlung von Fatigue, z.B.: [1]
- Pacing: Das Erlernen des eigenen Energiedifferentials, um die sogenannte Post-Exertional Malaise (PEM) bzw. starke Zusammenbrüche ("Crashs") zu vermeiden.
- Behandlung der Grunderkrankung: Bei Tumor-Fatigue z.B. durch Bewegungstherapie oder die Bekämpfung einer eventuellen Blutarmut (Anämie).
- Symptomatische Therapie: Medikamente gegen Schlafstörungen, Schmerzen oder Kreislaufprobleme. [1, 2, 3, 4, 5]
Informationen, Anlaufstellen und Unterstützung für Betroffene in Deutschland finden Sie beim Netzwerk Fatigatio e.V. (ME/CFS | Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue Syndrom) oder bei der Aufklärungsseite der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS.
Was sagen die von Fatigue Betroffenen?
Viele Betroffene berichten nahezu einhellig: „Schon kleine Aufgaben fühlen sich an wie ein Marathon.“ Besonders belastend ist, dass Außenstehende Fatigue oft unterschätzen. Denn die Symptome sind meist unsichtbar.
Welche Reha-Kliniken können bei Fatigue helfen?
Abhängig von der Ursache einer Fatigue (sei es z.B. durch Onkologie, Long-COVID oder Neurologie) haben sich folgende Kliniken bewährt: [1, 2, 3]
- Rehabilitationsklinik Bad Sebastiansweiler (Mössingen): Spezialisiert auf Neurologie, Psychosomatik und Erschöpfungssyndrom (CFS).
- Reha-Klinik Glotterbad: Bietet ganzheitliche Heilverfahren, u.a. spezialisiert auf Long/Post-COVID und Erschöpfungszustände.
- Habichtswald Reha-Klinik (Kassel): Weithin bekannt für die Betreuung von Patienten mit onkologischer Fatigue.
- Park-Klinik im COR (Brannenburg): Exzellent bewertete private Reha-Klinik für Erschöpfungssyndrome sowie Long/Post-COVID und ME/CFS.
- MEDICLIN Kraichgau Klinik (Bad Rappenau): Bietet spezielle Therapiemodule für onkologische Erschöpfung (sanftes Ausdauertraining, Psychologie und Ergotherapie). [1, 2, 3, 4, 5]
Aus eigener Erfahrung möchte ich für den Fall einer Fatigue-Behandlung die Klinik Sonnenblick in Marburg (Hessen), empfehlen.
Die Klinik Sonnenblick ist eine renommierte, hochmoderne Rehabilitationsklinik der Deutschen Rentenversicherung Hessen. Sie bietet stationäre und ganztägig ambulante Reha-Maßnahmen sowie Anschlussheilbehandlungen (AHB) an. [1, 2, 3] Die Reha-Einrichtung ist auf folgende drei Hauptindikationen spezialisiert:
- Onkologie / Hämatologie: Behandlung und Nachsorge bei Krebserkrankungen, Leukämien und Lymphomen.
- Orthopädie: Rehabilitation bei Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems.
- Post-COVID: Spezifische Therapien bei Langzeitfolgen von COVID-19-Infektionen.

Bild: Heilsamer Umgang mit "Fatigue" * Foto aus Vortrag vor Ort (05/2026)
Vortrag zum Thema "Fatigue" hier zum Download
Warum Humor & positive Psychologie bei Fatigue wichtig sein können
Humor ist kein oberflächliches „Lachen trotz allem“. Vielmehr handelt es sich um eine psychologische Ressource, eine gewissen „Haltung“ oder „Bewältigungsstrategie“ die helfen kann, schwierige Situationen emotional besser zu verarbeiten.
Die Forschung aus der Positive Psychologie zeigt, dass positive Emotionen wichtige Schutzfaktoren für die psychische Gesundheit darstellen, denn Humor und positive Psychologie sind ein ernstzunehmender Gesundheitsfaktor :--) !
Humor kann:
- Stress reduzieren
- Anspannung lösen
- soziale Nähe fördern
- Hoffnung stärken
- negative Gedankenspiralen unterbrechen
- Resilienz fördern
- das Schmerzempfinden reduzieren
- den Umgang mit Krankheit erleichtern
Gerade bei Fatigue erleben viele Menschen eine starke gedankliche Fokussierung auf ihre psychischen und physischen Einschränkungen. Humor kann helfen, den Blick kurzfristig zu erweitern und emotionale Entlastung zu schaffen.
Die Wirkung von Humor auf Körper und Psyche
Am Anfang des Humors steht oftmals das Lachen. Das Lachen aktiviert zahlreiche Prozesse im Körper:
1. Stresshormone werden reduziert
Beim Lachen sinkt häufig die Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol und Adrenalin. Gleichzeitig können Glückshormone wie Endorphine freigesetzt werden.
Dadurch erleben viele Menschen:
- mehr Entspannung
- leichtere Stimmung
- weniger innere Anspannung
2. Das Nervensystem beruhigt sich
Humor aktiviert häufig den parasympathischen Anteil des Nervensystems – also den Bereich, der für Regeneration und Erholung zuständig ist.
Dies kann helfen bei:
- innerer Unruhe
- Reizüberflutung
- mentaler Erschöpfung
- emotionalem Druck
3. Soziale Verbundenheit wird gestärkt
Fatigue kann häufig auch zu sozialem Rückzug führen. Gemeinsames Lachen hingegen verbindet Menschen und Humor als eine „gelebte, wertschätzende Haltung“ erst recht.
Humor kann:
- Isolation reduzieren
- Gespräche erleichtern
- Schamgefühle abbauen
- Nähe schaffen
4. Perspektivwechsel werden durch Humor und positive Psychologie möglich
Humor verändert oft den Blick auf belastende Situationen. Probleme verschwinden dadurch nicht – aber sie wirken manchmal weniger überwältigend. Das nennt man in der Psychologie auch: „kognitive Neubewertung“.
Die Rolle der Positiven Psychologie bei Fatigue
Die Positive Psychologie beschäftigt sich nicht nur mit Krankheit, sondern vor allem mit den Faktoren, die Menschen psychisch aber auch physisch (z.B. interaktive bzw. humorvolle Interaktionen) stärken.
Dabei geht es unter anderem um:
- Sinn
- Dankbarkeit
- Hoffnung
- Beziehungen
- Stärken
- Lebensfreude
- Optimismus
- Selbstwirksamkeit
Bei Fatigue kann dies besonders wichtig sein, weil Betroffene häufig belastende Augenblicke erleben wie z.B.:
- Kontrollverlust
- negative Zukunftsgedanken
- reduzierte Lebensqualität
- Verlust von Aktivität und Identität
Positive Psychologie bedeutet nicht: „Man muss immer positiv denken.“ Vielmehr geht es bei der positiven Psychologie darum: Trotz Belastung kleine Ressourcen und Kraftquellen bewusst wahrzunehmen und diese aktiv zu leben, also „in ein Tun kommen“ und im Idealfall so langsam in einem Zustand eines neuen „Glücksempfinden („Flow“) zu kommen.

Bild: Positive Psychologie hilft bei Fatigue * es kann das Mindset verändern - unsplash Look Studio
Ganz wichtig: Humor ist nicht gleich Humor
Nicht jede Art von Humor bei der Bewältigung von Fatigue hilfreich. Besonders unterstützend sind folgende Humorformen:
- freundlicher Humor
- verbindender Humor
- Selbsthumor ohne Selbstabwertung; besser ist der positive und soziale Humor
- spielerischer Alltagshumor
- situationsbezogene Leichtigkeit (humorvolle Interventionen)
Weniger hilfreich sind:
- verletzender Humor
- Sarkasmus
- Zynismus
- Selbstabwertung
- „toxische Positivität“
Menschen mit Fatigue brauchen Verständnis – keine Witze oberflächlichen Witze und erst recht nicht Witze auf ihre Kosten!
Wie Humor konkret bei Fatigue helfen kann
Durch gezielten Einsatz von Humor können emotionale Mikro-Pausen geschaffen werden. Dies kann man im Rahmen eines therapeutischen Humortrainings erleben und nachhaltig lernen.
Fatigue-Betroffene erleben oft einen dauerhaften Belastungszustand. Kleine humorvolle Momente wirken wie kurze mentale Erholungspausen und können MUT machen von einem Zustand der Hilflosigkeit in einen Zustand der Selbstbestimmung und Hoffnung zurück zu kommen (Stichwort: „Jetzt weiß ich was los ist und ich kenne die Hilfsmittel, die mich in der Auseinandersetzung mit Fatigue helfen“).
Täglich schon wenige Minuten eines therapeutischen Humortraining können helfen:
- den Gedankenfluss zu unterbrechen
- emotional „durchzuatmen“
- neue Energie zu sammeln
Humor reduziert bei der Fatigue das Grübeln
Viele Menschen mit Fatigue entwickeln belastende Gedankenschleifen, z.B.:
- „Ich schaffe nichts mehr.“
- „Ich bin eine Belastung.“
- „Es wird nie besser.“
Ein therapeutischer Humor kann diese Gedankenspiralen kurzzeitig auflockern und auch abmildern.
Humor stärkt die Selbstfürsorge
Wer über kleine Missgeschicke liebevoll lachen kann, entwickelt häufig mehr Mitgefühl mit sich selbst und verbessere seine Haltung nach innen und außen.
Das unterstützt:
- Selbstakzeptanz
- Geduld
- innere Freundlichkeit
Praktische Übungen aus dem Humor und der Positiver Psychologie
1. Das Humor-Tagebuch
Ziel: Positive Momente bewusster wahrnehmen.
Durchführung: Jeden Abend drei humorvolle oder schöne Situationen notieren.
Zum Beispiel:
- Bilden Sie einen lustigen Satz
- Umschreiben Sie ein persönliches Missgeschick mit Humor
- Suchen und schauen Sie ein witziges Video an
- Suchen Sie ein schönes Gespräch. Das gelingt am Besten, wenn Sie nach „positiven“ und weniger „negativen“ Menschen Ausschau halten
- Arbeiten Sie mit einem (echten) Lächeln; evtl. hilf auch der Einsatz von „Lachyoga-Übungen“
Wirkung: Starten Sie damit, ihr Gehirn so langsam und behutsam, ohne zusätzlich Stress zu erzeugen, FREUDE an positiven Gedanken zu empfinden. Im Zuge eines guten Gedanken und Gedächtnistrainings lernt ihr Gehirn, positive Reize stärker wahrzunehmen.
2. Die „Mini-Lächeln“-Übung
Ziel: Emotionale Aktivierung fördern.
Durchführung: Mehrmals täglich bewusst leicht lächeln – auch nur für 20–30 Sekunden.
Warum können solche Humortrainings-Übungen helfen?
Gestik und Mimik beeinflusst teilweise die emotionale Verarbeitung im Gehirn. Gerade bei Erschöpfung können kleine positive Körpersignale hilfreich sein.
3. Schaffen Sie sich Humor-Inseln im Alltag
Ziel: Regeneration fördern.
Durchführung: Bewusst kleine humorvolle Rituale einbauen:
- lustige Podcasts
- Tiervideos
- Cartoons
- humorvolle Bücher
- leichte Comedy
Wichtig: Nicht überfordern. Kleine Dosen reichen oft aus.
4. Die Dankbarkeitsübung
Ziel: Den Fokus erweitern.
Durchführung: Jeden Tag drei Dinge aufschreiben, die trotz Fatigue angenehm waren. Beispiele:
- ein Sonnenstrahl
- eine nette Nachricht
- ein ruhiger Moment
- ein freundliches Gespräch
Wirkung: Dankbarkeit stärkt nachweislich positive Emotionen.
5. Die „freundliche Selbstansprache“
Ziel: Selbstkritik reduzieren.
Durchführung: Sich selbst bewusst ansprechen wie einen guten Freund.
- Statt: „Ich bin schwach.“
- Lieber: „Mein Körper braucht gerade Unterstützung.“
Humor dabei kann ergänzend helfen: „Heute läuft mein Akku wohl im Energiesparmodus.“
6. Lachyoga oder Laughter Wellness
Ziel: Körperliche und emotionale Aktivierung.
Durchführung: Bewusstes spielerisches Lachen – zunächst auch ohne echten Anlass. Oft entwickelt sich daraus echtes Lachen. Mögliche Wirkung:
- Entspannung
- bessere Stimmung
- soziale Verbindung
- mehr Aktivierung

Bild: Lachyoga & Laughter Wellness wirken entspannendbei Fatigue * unsplash Benigno Hoyuela
7. Die Stärken-Übung
Ziel: Bei dieser Übung sollen die sogenannten „Charakterstärken“ eines Menschen angesprochen werden. Es soll der Blick auf vorhandene Ressourcen gelenkt werden.
Durchführung: Eine Liste persönlicher Stärken erstellen. Zum Beispiel:
- Geduld
- Kreativität
- Empathie
- Humor
- Zuhören
- Durchhaltevermögen
Danach überlegen: „Wie kann ich diese Stärke trotz Fatigue einsetzen?“
8. Die „Erlaubnis-zur-Freude“-Übung
Viele Menschen mit chronischer Erschöpfung haben Schuldgefühle, wenn sie lachen oder Freude empfinden.
Übung: Sich bewusst erlauben:
- Freude zu erleben
- zu lachen
- schöne Momente anzunehmen
Freude ist kein Verrat am eigenen Leiden.
Humor in Therapie und Medizin
Auch in Therapie, Pflege und Medizin gewinnt Humor zunehmend an Bedeutung. Humorvolle Kommunikation kann:
- Ängste reduzieren
- Vertrauen stärken
- Beziehungen verbessern
- emotionale Entlastung fördern
Wichtig ist dabei immer: Humor muss respektvoll, empathisch und situationsangemessen sein.
Grenzen von Humor bei Fatigue
Humor ist keine „Heilung“ und darf niemals dazu genutzt werden, Beschwerden herunterzuspielen. Nicht hilfreich sind Aussagen wie:
- „Du musst nur positiv denken.“
- „Lach doch einfach mehr.“
- „Andere haben es schlimmer.“
Fatigue ist eine ernstzunehmende physische und psychische Belastung. Humor dabei sollte:
- entlasten
- stärken
- verbinden
Humor sollte dabei nicht:
- bagatellisieren
- Druck erzeugen
- Gefühle verdrängen
Fazit: Humor und Positive Psychologie bei Fatigue
Fatigue kann das Leben tiefgreifend verändern. Die dauerhafte Erschöpfung belastet Körper, Psyche und soziale Beziehungen. Humor und Erkenntnisse aus der Positive Psychologie bieten wertvolle Möglichkeiten, den Alltag emotional leichter zu gestalten. Das Lachen, der Humor und die Methoden aus der positiven Psychologie ersetzen keine medizinische Behandlung – aber sie können den Heilungsprohzess unterstützen wie z.B.:
- Hoffnung fördern
- Stress reduzieren
- soziale Nähe stärken
- Resilienz aufbauen
- neue Kraftquellen eröffnen
Oft sind es gerade die kleinen humorvollen Momente, die Menschen mit Fatigue helfen, wieder etwas mehr Licht, Wärme und Lebendigkeit im Alltag zu erleben.

Bild: Lachen, Humor und Positive Psychologie bei Fatigue * unsplash Simi Iluyomade
Was sind die 5 Säulen der Positiven Psychologie (kurzer Exkurs)
Die 5 Säulen der Positiven Psychologie nach dem Begründer Martin Seligman bilden das sogenannte PERMA-Modell. Es dient als wissenschaftlicher Rahmen für Wohlbefinden, Motivation und psychische Gesundheit:
- P (Positive Emotions): Das bewusste Erleben und Kultivieren positiver Gefühle wie Freude, Dankbarkeit, Hoffnung oder Gelassenheit.
- E (Engagement): Das Aufgehen in einer Tätigkeit und das Ausleben der eigenen Stärken, sodass ein Zustand des völligen Vertiefens (der sogenannte "Flow") entsteht.
- R (Relationships): Der Aufbau und die Pflege von tiefen, unterstützenden und erfüllenden sozialen Beziehungen zu Mitmenschen.
- M (Meaning): Das Finden von Sinn und Bedeutung im Leben, indem man seine Stärken in den Dienst einer höheren Sache oder Gemeinschaft stellt.
- A (Achievement / Accomplishment): Die Zielerreichung und das Bewusstsein, etwas geleistet, gemeistert oder sich selbst gesteckte Ziele erreicht zu haben.
