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HUMOR

Humor, was ist das eigentlich?

Das Wort Humor stammt aus dem lateinischen „humor“ und bespricht die Grundstimmung eines Menschen bzgl. seines Temperamentes an. Abhängig von unserem cholerischen, melancholischen, phlegmatischen oder sanguinischen Temperamentes haben wir dabei auch einen entsprechenden Humor.

Begriffsdefinition Humor

Laut Wikipedia ist der Humor die Begabung eines Menschen, den Unzulänglichkeiten der Welt und der Menschen. Den alltäglichen Problemen und Missgeschicken mit heiterer Gelassenheit zu begegnen. Nebenbei bemerkt entwickelte sich aus dieser Gelassenheitseinstellung das sogenannte „Gelassenheitsbebet“ ( Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,  den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. Reinhold Niebuhr, USA) und die sprichwörtliche Redewendung „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“ von Julius Bierbaum (1865 – 1919).

Wann ist Humor humorvoll?

Als „humorvoll“ gelten Personen, die das Gemüt oder eine humorvolle Situation anderer Menschen zielgenau ansprechen und um diese dabei zum Lachen bringen (Beispiel Hape Kerkelin). Dabei werden oft auffällig lustige Dinge/Aspekte/ in den Vordergrund gestellt, die dann dem Betrachter humorvoll übertreiben dargestellt lustig erscheinen. Vor allem im Bereich Comedy und Kabarett wird solch ein Humor gepflegt und ist erfolgreich.

Menschen mit HUMOR stehen mitten im Leben und sind erfolgreich
Bild: Humorvolle Menschen stehen mitten im Leben und sind erfolgreich

Mit humorvollen Elementen kann auch bei der Arbeit gearbeitet werden. Im sogenannten „Workspace“ werden nicht nur im sozialen und pflegerischen Arbeitsumfeld (Stichworte: Klinikclowns; Clowndoktoren; Rote Nasen) sondern auch im therapeutischen Humor (Schwerpunkt psychologische Beratung). Neuerdings auch immer mehr im Bereich „Humor am Arbeitsplatz“ bzw. „Humor in der Führung / Business“ (Links).

Humor ist nicht Einheitlich oder Ganzheitlich zu definieren. Es wird versucht, den Humor verschiedenen wissenschaftlich-psychologischen und sozialen Blickwinkeln einheitlich zuzuordnen. Dies ist aber zum Scheitern verurteilt, denn Humor ist Leben und so vielfältig wie die Menschen. Ich bin der Meinung, dass dies auch nicht möglich ist, vermutlich weil dies an der Vielfalt des Lachens, der Humor-Zielsetzung und den verschiedenen Rollen, die der Humor im Leben eines jeden von uns spielen kann: Humor ist kommunikativ, ist kognitiv.

Sowie das Lachen überwiegend ein Produkt des Körpers ist, ist der Humor ein Produkt unseres Verstandes. Wenn wir dabei etwas lustig oder traurig finden, dann lachen wir. Das Lachen kann dabei sogar so intensiv sein, das die weitere Körperreaktionen dazu kommen, wie z.B. weinen, starke Körperbewegungen etc. Lachen ist also etwas körperliches und hat eine entspannende Funktion. Aber neben dem Körper wird auch der Verstand auf Basis der interaktiven Wechselwirkungen positiv beeinflußt. Wir können also nicht nur wegen einer Veranlassung sondern auch Grundlos lachen. Das Lachen mit einem Grund gehört oftmals in den Bereich des Humors. In der Außenwirkung ist Beides manchmal nicht voneinander zu entscheiden und geht in der Praxis ineinander über.

Ein Lachen ist nur dann Humor, wenn es in einer Situation der Gefahr oder des Scheiterns auftritt (vgl. die beiden Clowns im Zirkus, der dumme August und der weiße Clown) und sich nicht aggressiv (= negativ) gegen Dritte wendet somit stets eine kleine Chance auf die Überwindung der Krise durch den Humor bleibt.

Negativer Humor führt zu ...

Positiver Humor verbessert ...

Humorstile

Es gibt beim Humor i.W. zwei negative Humorstile, den aggressiven Humor, der andere abwertet, diskriminiert und den Selbstabwertenden Humorstil, bei dem ich mich selbst abwerte, (viel) schlechter mache als ich bin.
Ferner zwei positive Humorstile, den sozialen Humor, der sich auf andere bezieht, auf andere zugeht, verbindend und freundlich ist sowie den selbstaufwertenden Humor, bei dem ich mich aufwerte, mir damit etwas Gutes tue.
Auf Basis eines Projketes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) konnte in einer Studie festgestellt werden, das der positive Humorstil dazu beitragen kann, dass es möglich ist, durch Einsatz von positiven Humor seine Gesundheit ebenfalls positiv beeinflussen kann.

die Kraft des Lachens
Bild: die Kraft des Lachens

Humor – wer lacht hat Macht

Wer Humor beweist, der führt, hat Macht auf Andere (hier stets im Positiven gedacht). Beim Humor geht man dabei auch drei Haupttheorien zurück, der „Überlegenheitstheorie“, der „Inkongruenz-Theorie“ und der „Entladungstheorie“ nach Sigmund Freud.


Humor - wer lacht hat Macht
Bild: Wer Humor hat, der hat einen großen Vorteil und führt Menschen an und wird begehrt

Humor - Überlegenheitstheorie

Die Überlegenheitstheorie wird auf Aristoteles zurückgeführt, die besagt, dass wir gerne lachen wenn wir uns gegenüber eines Mitmenschen sehr sicher sind, uns freuen oder uns überlegen fühlen. Da kann auch bei einem Missgeschick gelten, da die vermeintlich negative Situation oder Folge durch das Lachen aus den Mittelpunkt herausgelöst werden kann und für den Einzelnen oder für die Gruppe erträglicher wird. Diese Theorie deckt aber nur einen kleinen Bereich des Humors ab.

Humor -- Lächle Buttons
Bild: Mit der richtigen Dosis "Lächle-Buttons" den persönlichen Humor unterstreichen und punkten

Humor – Inkongruenztheorie

Von Cicero kommt bei der Humordefinition die Inkongruenztheorie. Sie besagt, das wir dann lachen, wenn wir eine überraschenden Wechsel in einer (Lebens-)-Situation wahrnehmen und dann unerwartet ein anderer nicht dazu passende (= Inkongruente) Sachverhalt offenbart. In der Regel ist diese Überraschung lustig. Somit wird Bereich des Witzes, des Kabaretts, der Komik, dem Comedy aber auch im Bereich des Zynismus, Spotts, Sarkasmus und des schwarzen Humors gearbeitet.

Humor – Dreier Regel

In der Praxis des Humors wir mit der sogenannten „Dreier Regel“ gearbeitet. Es werden zwei Dinge dargestellt und miteinander beleuchtet und durch einen dritten Aspekt entsteht eine humorvolle Situation, oft eine Situation bei der Das Ergebnis unerwartet ist und nicht zusammen paßt. Dadurch kann ein lustiger Charakter entstehen, der auch zum Lachen anregen kann. Besonders Wortwitze benutzen diese Humortechnik, z.B. „Was ist der gefährlichste Tag eines U-Boots“: Der Tag der offenen Tür“.

Perspektivwechsel
Bild: wichtig beim Humor ist die Bereitschaft zum Perspektivwechsel

Humor – Entladungstheorie

Die Entladungstheorie geht zurück auf Sigmund Freud. Er sah den Humor als etwas, mit dem Menschen psychosoziale und psychologische Spannungen und Hemmungen auflösen können. Diese Spannungen haben oft einen sozial-kulturellen Hintergrund. Man versucht sich in der Situation mit Humor zu „retten“. Humor als Rettungsanker im Leben! Damit kann der Humor auch unterdrückte Ängste und Wünsche offen legen, an den Tag bringen, sich „entladen“.
Ich bin der Meinung, dass heute alle drei Theorien ihre Existenzberechtigung haben. Für mich als Humortrainer gehören Sie zusammen.

Humor entlädt unsere Anspannung und baut den Akku mit einem Lächeln wieder auf
Bild: Humor entlädt unsere Anspannung und baut den Akku mit einem Lächeln wieder auf

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Humor
https://de.wikipedia.org/wiki/Lachen
https://de.wikipedia.org/wiki/Gelotologie
https://de.wikipedia.org/wiki/Lachyoga
https://de.wikipedia.org/wiki/Therapeutischer_Humor
https://de.wikipedia.org/wiki/Gelassenheit
https://de.wikipedia.org/wiki/Gelassenheitsgebet
https://en.wikipedia.org/wiki/Office_humor
https://de.wikipedia.org/wiki/Clowndoktor
https://de.wikipedia.org/wiki/CliniClowns
https://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Nasen_Clowndoctors
https://de.wikipedia.org/wiki/Inkongruenz
https://wikigerman.edu.vn/wiki29/2021/06/02/humortheorien-wikipedia/
https://wiki.edu.vn/wiki8/2020/12/18/theorien-des-humors-wikipedia/
https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles
https://en.wikipedia.org/wiki/Sigmund_Freud
https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Watzlawick
https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Fromm